Lexikon
Sekundärtraumatisierung
Auch bekannt als: sekundäre Traumatisierung, stellvertretende Traumatisierung
Kurz erklärt
Sekundärtraumatisierung bezeichnet traumaähnliche Belastungen, die durch die wiederholte Konfrontation mit dem Leid anderer entstehen – etwa bei Therapeutinnen, Rettungskräften oder Angehörigen.
Wer beruflich oder privat häufig von traumatischen Erlebnissen anderer hört oder sie miterlebt, kann selbst Symptome entwickeln: sich aufdrängende Bilder, Anspannung, Erschöpfung oder ein verändertes Weltbild. Schutzfaktoren sind Supervision, kollegialer Austausch, klare Grenzen und gute Selbstfürsorge.